Welcher Matcha wofür? Der Überblick
| Sorte | Geschmack | Herkunft | Am besten für | Pro Tasse (3 g) |
|---|---|---|---|---|
| Yabukita | klares Umami, mäßige Süße, geringe Herbe, frisch-grasig | Wazuka · Takayuki Matsuda | Einstieg, pur (passt auch zu Milch) | €2,69 |
| Okumidori | rundes Umami, Walnuss-Süße, milde Bitterkeit, nussig | Wazuka · Takayuki Matsuda | pur oder Latte | €3,69 |
| Saemidori | ausgewogenes Umami, milde Süße, sehr geringe Bitterkeit, blumig | Wazuka · Nobuyuki Kita | pur, Usucha | €3,99 |
| Gokou | intensives Umami, cremige Süße, keine Herbe | Wazuka · Takayuki Matsuda | pur, Usucha, Koicha | €3,39 |
| Asahi | intensives Umami, Süße nach Vanille und Baiser, samtig | Wazuka · Kenta Hosoi | pur, Usucha und Koicha | €4,49 |
| Daily Matcha Okumidori | cremiges Umami, sanfte Süße, geringe Herbe | Kagoshima | Latte und jeden Tag | €2,30 (30 g) · ca. €2,06 (80 g) |
Preise für die 30-g-Dose, Stand 21.10.2026. Alle Sorten nebeneinander findest du in unserem Matcha-Vergleich.
Was ein Kultivar überhaupt ist und warum sortenreiner Matcha anders schmeckt als ein Blend, erklären wir in Was sind Matcha-Sorten?.
Yabukita: der Klassiker
Yabukita ist die Sorte, auf der Japans Teekultur aufgebaut ist: Rund 75 % des gesamten Tees in Japan stammen von ihr. Der Name bedeutet etwa „nördlich des Bambushains“. In der Tasse ist Yabukita beständig, verlässlich und klar: klares Umami, mäßige Süße, geringe Herbe und ein frisches, grasiges Aroma. Ausgewogen und die häufigste Sorte Japans, deshalb ein guter Einstieg.
Unser Yabukita kommt von den Feldern von Takayuki Matsuda in Wazuka, Kyoto, einer Region, in der seit über 800 Jahren Tee angebaut wird. Erste Ernte, beschattet angebaut, steinvermahlen. Am besten trinkst du ihn pur, er passt aber auch zu Milch.
Okumidori: tiefes Grün
Okumidori – „tiefes Grün“ – trägt seinen Namen nicht ohne Grund: eine der farbintensivsten Matcha-Sorten, mit außergewöhnlich hohem Chlorophyllgehalt. Die Farbe hält in Milch, in Speisen und bei Hitze. Im Geschmack ist er cremig und erdend, mit rundem Umami, Walnuss-Süße und nussiger Tiefe, dazu ein klarer Abgang. Weich, rund und mild, ohne scharfe Kanten.
Unser Okumidori stammt ebenfalls von Takayuki Matsuda aus Wazuka: erste Ernte, beschattet angebaut, steinvermahlen. Er schmeckt pur und eignet sich besonders für einen Matcha Latte, weil die Farbe in der Milch nicht verblasst.
Daily Matcha Okumidori: für jeden Tag
Der Daily Matcha Okumidori ist sortenreiner Okumidori aus Kagoshima, erste Ernte aus dem Frühjahr 2026: cremig, ausgewogen und unkompliziert. Er bringt cremiges Umami, sanfte Süße und geringe Herbe mit, im Abgang geröstete Nüsse. Ob pur, als Latte, im Smoothie oder zum Backen: Er ist unser Matcha für jeden Tag. Es gibt ihn in der 30-g-Dose (€23,00) und in der 80-g-Dose (€55,00, rund €2,06 pro Tasse).
Saemidori: klares Grün
Saemidori – japanisch für „klares Grün“ – ist eine Kreuzung aus Yabukita und Asahi, gezüchtet, um die Süße von Asahi mit der leuchtenden Farbe von Yabukita zu verbinden. Das Ergebnis ist eine der optisch eindrucksvollsten Matcha-Sorten aus Wazuka. Er ist außergewöhnlich sanft, blumig und süß, mit sehr geringer Bitterkeit und ohne raue Kanten. Heller, leichter, elegant und leicht zu trinken.
Unser Saemidori kommt von Nobuyuki Kita aus Wazuka, Kyoto: erste Ernte, beschattet angebaut, steinvermahlen. Am schönsten ist er pur, als Usucha (dünner Tee).
Gokou: selten und vielschichtig
Gokou ist eine der seltensten Matcha-Sorten Japans. Sie wird nur auf wenigen Farmen in Wazuka angebaut, wurde eigens für Tencha (das Ausgangsblatt für Matcha) gezüchtet und wird kaum anders verwendet. Der Geschmack ist anders als bei gewöhnlichem Matcha: dunkle Schokolade, süße Sahne, eine meerige Mineralität, vielschichtig und dicht, mit langem Nachklang. Weich und rund, mit tiefem Umami und fast ohne Bitterkeit. Keine einfache Tasse.
Unser Gokou kommt von Takayuki Matsuda aus Wazuka: erste Ernte, beschattet angebaut, steinvermahlen. Trink ihn pur oder als dicken Tee (Koicha).
Asahi: Morgensonne
Asahi bedeutet „Morgensonne“ und macht weniger als 1 % der gesamten Teeproduktion Japans aus. Die Sorte wird nur auf sehr wenigen Farmen in Wazuka angebaut und ist die Sorte der Wahl für die förmliche Teezeremonie. Im Geschmack: intensives Umami, Süße nach Vanille und Baiser, eine samtige Textur und ein Aroma von Seetang und Waldgrün. Sehr weich, fast cremig, fein und zart.
Unser Asahi stammt von Kenta Hosoi, Teebauer in fünfter Generation. Seine Familie baut seit dem späten 19. Jahrhundert Tee in Wazuka an. Erste Ernte, steinvermahlen. Asahi trinkst du pur, als Usucha oder als Koicha.
Okumidori vs. Yabukita: der direkte Vergleich
Diese beiden Sorten werden am häufigsten verglichen. Beide stammen bei uns von Takayuki Matsuda aus Wazuka, beide aus erster Ernte 2025, und trotzdem schmecken sie verschieden:
| Yabukita | Okumidori | |
|---|---|---|
| Geschmack | klares Umami, mäßige Süße, frisch-grasig | rundes Umami, Walnuss-Süße, nussig |
| Charakter | ausgewogen, beständig, klar | weich, rund, mild, cremig und erdend |
| Farbe | grün | eine der farbintensivsten Sorten, hält in Milch |
| Am besten für | Einstieg, pur (passt auch zu Milch) | pur oder Latte |
| 30-g-Dose | €26,90 (€2,69 pro Tasse) | €36,90 (€3,69 pro Tasse) |
Faustregel: Wenn du einen klaren, klassischen Matcha zum Kennenlernen suchst, nimm Yabukita. Wenn dir Farbe und Cremigkeit wichtig sind, vor allem im Latte, nimm Okumidori.
Zwei Sorten nebeneinander probieren
Am besten lernst du die Unterschiede kennen, wenn du zwei Sorten direkt nebeneinander probierst. Das MATCHA DUO Umami Bomb bringt Gokou und Okumidori zusammen, zwei unserer umami-reichsten Sorten (2 × 30 g, €58,80 statt €70,80 einzeln, du sparst €12).
So vergleichst du richtig: Bereite beide gleich zu (3 g gesiebt, 60 ml Wasser mit 75–80 °C, 15–20 Sekunden aufschlagen) und probier sie pur, vor einem Latte. Worauf du dabei achten kannst, steht in Matcha-Qualität erkennen.
Und Hojicha?
Hojicha ist keine Matcha-Sorte, sondern gerösteter Grüntee aus Kyoto, mit Noten von Karamell, gerösteten Nüssen und Kakao. Ideal für Lattes, Desserts und zum Backen. Mehr dazu in Hojicha: Was ist das?.
Häufige Fragen
Was bedeutet sortenrein?
In jeder Dose steckt Matcha aus nur einer Sorte (Kultivar) der Teepflanze. Nichts wird gemischt, deshalb behält jede Sorte ihren eigenen Geschmack.
Welcher Matcha ist der beste?
Das hängt davon ab, wie du ihn trinkst. Für Lattes: Daily Matcha Okumidori oder Okumidori. Pur zum Einstieg: Yabukita. Sanft und blumig: Saemidori. Für Kenner und Koicha: Gokou oder Asahi.
Welcher Matcha für einen Latte?
Am besten eine Sorte mit kräftiger Farbe und cremigem Geschmack, zum Beispiel Daily Matcha Okumidori oder Okumidori. Das Rezept steht im Matcha-Latte-Rezept.
Welcher Matcha für Koicha (dicken Tee)?
Gokou und Asahi.
Werden alle Sorten gleich zubereitet?
Ja: 3 g gesiebt, 60 ml Wasser mit 75–80 °C, 15–20 Sekunden aufschlagen. Für einen Latte gießt du 150 ml Milch deiner Wahl dazu. Mehr in unseren FAQ.
Quellen
- Geschmack, Herkunft, Teebauern, Ernte und Preise: Produktseiten, Dosen und Matcha-Vergleich von Green Room Matcha (Stand 21.10.2026)
- Was ein Kultivar ist: Was sind Matcha-Sorten?